Ein kanadisches Comeback der Jahrhunderte: Das Stanley-Cup-Finale 1942

Das Stanley-Cup-Finale 1942 brachte einen engen Kampf zwischen zwei mächtigen Mannschaften. Nachdem die Detroit Red Wings die Montreal Canadiens und die Boston Bruins besiegt hatten, war das Team aus der Autostadt auf dem Weg ins Stanley-Cup-Finale. Im Finale würden sie auf die Toronto Maple Leafs treffen, die gerade die New York Rangers in einer Serie von sechs Spielen eliminiert hatten.

Die beiden Teams spielten sehr gute Playoffs und es schien, dass die Meisterschaft eng und umkämpft sein würde. Die ersten drei Spiele der Serie ließen jedoch alles andere vermuten. Die Red Wings gewannen gleich die ersten drei Spiele und besiegten die Maple Leafs zweimal auf ihrem eigenen Heimeis. Dominante Leistungen von Spielern wie Don Grosso und Gerry Brown führten die Red Wings zu einem Vorsprung von 3-0 Spielen. Am 12. April 1942 im vierten Spiel schien es, als sei das Team aus Michigan der offensichtliche Favorit auf den Gewinn des Pokals von Lord Stanley.

Doch das Schicksal änderte sich. Im vierten Spiel erzielten die Maple Leafs eine Reihe von Tore, mit denen sie das lethargisch auftretende Team der Red Wings besiegten. Lorne Carr, Syl Apps und Nick Metz erzielten jeweils ihr drittes Tor in der Serie und ließen ihr Team einen letzten Funken Hoffnung.

Spiel fünf brachte eine dominante Leistung der Maple Leafs – Angeführt von den beiden Toren von Don Metz und Syl Apps besiegten die Kanadier aus Ontario die Amerikaner aus Michigan mit 9:3.

Spiel sechs schickte die Serie zurück ins Olympiastadion nach Detroit, die Heimat der Red Wings. Dies änderte jedoch nichts an ihrem Schicksal, denn das vierte Tor von Don Metz in dieser Serie ebnete den Weg für die Maple Leafs, die den Aufschwung fortsetzten und das Spiel mit 3:0 gewinnen konnten. Diese Niederlage zementierte das Machtgleichgewicht vollständig in einer Serie, die viele als eine einseitige Sache zugunsten der Red Wings betrachteten. Das Vermächtnis der Serie sollte das historische Spiel sieben sein, das erste in der Geschichte des Stanley-Cup-Finales.

Am 18. April 1942 fand im Maple Leaf Gardens von Toronto das erste Spiel 7 in der Geschichte der Stanley Cup Finalserie statt. Beide Mannschaften waren fest entschlossen, ihren Namen in das Vermächtnis des ersten Spiel 7 aller Zeiten einzufügen und den prestigeträchtigen Cup zu gewinnen. Im zweiten Abschnitt eröffnete Red Wing Syd Howe den Kampf mit dem ersten Tor des Spiels. Doch einmal mehr verlagerte sich das Momentum auf die Maple Leafs. Im dritten Drittel sicherten Tore von Pete Langell und David „Sweeney“ Schriner den Sieg für Toronto. Zum ersten Mal in der Geschichte des Stanley-Cups wurde in einem siebten Spiel ein Champion gekürt.

Es war nicht nur Historisch wegen des Erreichens des siebten Spiels, sondern auch wegen des historischen Comebacks der Maple Leafs gegen die anfangs starken Red Wings.

Wie die Geschichte zeigte, kämpften sich die Maple Leafs aus einer aussichtslosen Lage der Stanley-Cup-Finals zurück – eine die dazu beitrug die Dramatik, Theatralik und Spannung wie in den heutigen Playoff-Serien zu entwickeln. In diesen sieben Spielen wurde nicht nur ein Meister gekrönt, sondern es zeigte sich auch, dass Hockey ein wahrhaft wettbewerbsorientierter Sport ist. Ein Sport der sich in den kommenden Jahrzehnten zu einer der am schnellsten wachsenden Sportarten entwickeln sollte. Das Vermächtnis der Serie ist das Schauspiel von Größe – ein künstlerischer Ausdruck des athletischen Wettkampfs und die ultimative Comeback-Geschichte. In einer heutigen Welt, in der auch jeder den Verweis “Warriors blew a 3-1 lead” versteht.

Foto: https://icehockey.fandom.com/wiki/1941-42_NHL_season?file=18Apr1942-Langelle_winner.jpg

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