NHL: Wer ist der beste Trainer des letzten Jahrzehnts?

Wer ist der beste Trainer des letzten Jahrzehnts in der NHL? Hier sind einige Trainer im Überblick!

Peter DeBoer

Peter DeBoer wechselte im Sommer 2011 von den Florida Panthers zu den New Jersey Devils, wo er auf Anhieb das Stanley Cup Finale in der Saison 11/12 mit den Devils erreichen konnte. Am Ende musste sich New Jersey leider mit 4-2 in der Serie gegen die Los Angeles Kings geschlagen geben. Danach konnte er die Devils 3 Jahre in Folge nicht in die Playoffs führen und wechselte zur Saison 15/16 zu den San Jose Sharks. Erneut konnte DeBoer sein Team direkt ins Stanley Cup Finale führen, jedoch mussten sich die Sharks am Ende gegen die Pittsburgh Penguins geschlagen geben. DeBoer war wie bei den Devils auch 4 Saisons in San Jose an der Bande, nur konnte er diesmal seine Mannschaft alle 4 Spielzeiten in die Playoffs führen. Aktuell ist der 51 Jährige bei den Las Vegas Golden Nights im Amt.

Craig Berube

Craig Berube schaffte das größte Eishockey-Märchen überhaupt. Der 54 Jährige übernahm damals im November die abgeschlagenen St. Louis Blues als Interimstrainer. Zu diesem Zeitpunkt kursierten beispielsweise Videos im Internet über Prügeleien beim Eistraining. Berube machte aus dem Trümmerhaufen eine Einheit und verordnete eine besondere physische Spielweise die jeden Gegner in die Knie zwang. Die Blues waren seit dem Jahreswechsel die erfolgreichste Mannschaft in der NHL und konnten sich am Ende für die Playoffs qualifizieren. Berube zog seine Marschroute auch in den Playoffs durch und konnte am Ende sein Team zum Gewinn des Stanley Cups der Saison 18/19 führen.

Mike Sullivan

Ähnlich wie bei Craig Berube lief es auch für Mike Sullivan. Der 52 Jährige übernahm damals im Dezember 2015 die Pittsburgh Penguins, die zu diesem Zeitpunkt nicht einmal einen Wild-Card-Platz belegten. Sullivan brachte die Offensive um Crosby, Malkin und Kessel wieder zum laufen. Außerdem gelang es dem Amerikaner seinem Team aus individuellen starken Spielern ein zusätzliches starkes Kollektiv zu verleihen. In den Playoffs konnten sich 17 verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintragen und am Ende gewannen die Pittsburgh Penguins den Stanley Cup 2016. Eine Saison später gewannen die Penguins um Coach Sullivan erneut den Stanley Cup und lösten nach 19 Jahren die Detroit Red Wings als neuen „back to back champion“ ab. Zugleich waren sie auch erster „back to back champion“ nach Einführung des Salary Cups (Gehaltsobergrenze) im Jahr 2005.

Mike Babcock

Mike Babcock konnte zwar im letzten Jahrzehnt keinen Stanley Cup gewinnen, dafür war der 57 Jährige auf internationaler Ebene sehr erfolgreich. Der Kanadier konnte bei den olympischen Spielen 2010 und 2014 die kanadische Nationalmannschaft zur olympischen Goldmedaille führen. Des Weiteren konnte er im Jahr 2016 den World Cup of Hockey mit Team Kanada gewinnen. In der NHL war er bis 2015 bei den Detroit Red Wings im Amt, wo er alljährlich eine alternde Mannschaft in die Playoffs führen konnte. Im Sommer 2015 folgte der Wechsel zu den Toronto Maple Leafs, die sich gerade im Neuaufbau befanden. In Babcock sah man den richtigen Mann für ein junges und talentiertes Team, welches aus Spielern wie beispielsweise Matthews, Marner, Tavares oder Nylander bestand. Im November 2019 wurde die Zusammenarbeit zwischen ihm und den Maple Leafs beendet, da man in 5 Spielzeiten nie über die erste Playoff-Runde hinaus kam.

Joel Quenneville

Joel Quenneville heuerte im September 2008 als Scout bei den Chicago Blackhawks an. Einen Monat später übernahm der heute 61 Jährige das Traineramt der Indianer. Quenneville führte die Blackhawks insgesamt drei Mal (2010, 2013 und 2015) in nur sechs Jahren zum Gewinn des Stanley Cups. Nach zehn Jahren als Cheftrainer wurde der Kanadier im November 2018 entlassen und ist aktuell bei den Florida Panthers als Headcoach unter Vertrag.

Darryl Sutter

Darryl Sutter wurde im Dezember 2011 von den Los Angeles Kings als Cheftrainer verpflichtet. Noch in seiner ersten Saison konnte er mit den Kings den Stanley Cup gewinnen. Es war gleichzeitig der erste Cup-Gewinn in der Vereinsgeschichte. In der darauf folgenden Spielzeit musste man sich im Conference-Finale gegen die Chicago Blackhawks geschlagen geben. Ein Jahr später stand das Team aus L. A. erneut wie 2012 im Finale, jedoch mussten die Kings zuvor in allen 3 Playoff-Runden über die volle Distanz von sieben Spielen gehen. Die Finalserie konnten sie mit 4-1 Siegen gegen die New York Rangers für sich entscheiden und holten somit den zweiten Stanley Cup in drei Jahren.

Barry Trotz

Barry Trotz gewann im Sommer 2018 mit den Washington Capitals den Stanley Cup. Der 57 Jährige Kanadier sorgte mit der „defense wins championships“ Philosophie in einem offensiv starken Team für den ganz großen Erfolg in der Hauptstadt. Nach dem Gewinn des Stanley Cups verzichtete Trotz auf eine Vertragsverlängerung und wechselte zu den New York Islanders. Die Islanders hatten in der Saison zuvor die schlechteste Abwehr der Liga und mit John Tavares einen bitteren Abgang zu verzeichnen. Erneut stabilisierte er zuerst die Hintermannschaft und setzte auf Torhüter-Rotation. Die Islanders verwandelten sich innerhalb eines Jahres von der Schießbude der Liga zum Team mit der besten Defensive und mussten 100 Gegentore weniger hinnehmen als im Vorjahr.

Claude Julien

Claude Julien war von Juni 2007 – Februar 2017 bei den Boston Bruins aktiv. Seinen größten Erfolg konnte er in der Saison 2010/11 verzeichnen, als er sein Team zum Gewinn des Stanley Cups führen konnte. Boston gewann damals das entscheidende Spiel 7 bei den Vancouver Canucks. In der Saison 2012/13 erreichte Julien erneut das Stanley Cup Finale mit seiner Mannschaft, jedoch mussten sich die Bruins am Ende gegen die Chicago Blackhawks geschlagen geben und verloren die Serie mit 4-2 Spielen. Mit 419 Siegen ist der Kanadier der erfolgreichste Headcoach in der Geschichte der Boston Bruins. Aktuell steht Claude Julien bei den Montreal Canadians hinter der Bande.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.